Von Gampel nach Ausserberg, hoch über dem Rotten
Das ist die Etappe 3 des Walliser Sonnenwegs von SchweizMobil. Du startest in Gampel an der Lonza und steigst am Nordhang des Rhonetals hinauf bis Ausserberg. Es geht deutlich mehr bergauf als bergab. SchweizMobil stuft die Etappe bei der Kondition als mittel und bei der Technik als leicht ein.
Nach Steg und Hohtenn folgt der Weg den Stationen der BLS-Wanderung «Lötschberger Südrampe»: das Bärgbeizli Rarnerchumma, das Bietschtal, Riedgarto und dann Ausserberg. Unterwegs kreuzt du Suonen, die alten Bewässerungskanäle. Das Höhenprofil zeigt dir, wo es steigt.
Lieber kürzer? Steig ab dem Bahnhof Raron auf: Dieser Start hat seine Farbe in der 3D-Ansicht und eine geschätzte Zeit unter alle Startpunkte. Lust auf weitere Wasserleitungen? Schau dir den Grand Bisse d'Ayent oder die Suonen von Vercorin nach Grimentz an.
Am Ziel liegt Ausserberg, ein am Hang verstreutes Dorf mit Bahnhof an der Lötschberglinie seit 1913. Schau dir vor dem Start die nächsten Abfahrten ab Ausserberg an und plane deinen Tag. Lust auf mehr in der Gegend? Alle Wanderungen im Wallis.

Die Geschichte des Weges
Was dort geschah, wo du wanderst, Kapitel für Kapitel.

Zwölf Kilometer am Nordhang
Start auf 642 m in Gampel, Ziel auf 1'019 m in Ausserberg. Dazwischen liegen 12.0 km sowie 620 m Aufstieg und 240 m Abstieg laut SchweizMobil. Für diese Richtung rechnet SchweizMobil mit 3 h 45 Wanderzeit, für die Gegenrichtung mit 3 h 20. Der höchste Punkt des Wegs liegt auf 1'028 m.
Gleich zu Beginn überquerst du die Lonza, dann geht es durch das Dorf Steg, und nach gut einem Kilometer bist du in Hohtenn. Danach folgt der Weg der Stägeru-Suone bis ins Jolital, kommt auf halbem Weg am Bärgbeizli Rarnerchumma vorbei, quert das Bietschtal, führt nahe an Riedgarto und St. German vorbei und erreicht Ausserberg. Zum Essen gibt es das Restaurant Hohe Tenne direkt am Weg bei Hohtenn, das Bärgbeizli Rarnerchumma auf halbem Weg und kurz vor dem Ziel ein Restaurant namens «Bahnhof». Unterwegs gelten die Signalisation und die Verhältnisse des Tages.

Eine Bahn, die die Dörfer wachsen liess
Die Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) wird 1906 für den Bau der Berner Alpenbahn Frutigen–Brig gegründet. Der Lötschbergtunnel wird 1913 vollendet. Die Südrampe ist durch aufwendige Brückenbauten geprägt, die für den Doppelspurausbau bis 1992 grösstenteils erneuert wurden. Kurz nach der Hälfte, im Bietschtal, überquerst du den Bietschbach wenige Meter neben dem Gleis.
Der Bau zeigt sich in den Einwohnerzahlen: Gampel wächst von 531 Einwohnern 1900 auf 2'086 im Jahr 1910, während des Baus des Lötschbergtunnels; Hohtenn von 170 auf 499, während des Baus der Lötschbergbahn; Ausserberg von 398 auf 1'020, bevor es 1920 auf 458 zurückfällt. Die Stationen Hohtenn und Ausserberg gibt es seit 1913.

Suonen für die trockenen Hänge
An diesem Talhang lässt sich das Land nur dank den Bewässerungskanälen, den Suonen, bewirtschaften. Das Wort stammt vom althochdeutschen «suoha», Furche oder Graben, und die Suonen stammen zum grössten Teil aus dem Spätmittelalter. Hier führen sie Gletscherwasser aus dem Bietschbach, der aus dem Gebiet des Bietschhorns kommt.
Gegen Ende, von Riedgarto bis etwa St. German, folgt der Weg der Manera, und am Ziel kreuzt er die Undra. 1965 schrieb Ernst Lautenschlager in «Les Alpes», der Zeitschrift des Schweizer Alpen-Clubs, dass die Manera Wasser aus dem Bietschtal auf die Hänge von St. German bringt, dass das älteste Dokument über ein Wasserrecht der Undra von 1377 stammt und dass die Undra durch Trogdorf fliesst, das Zentrum von Ausserberg, wo sie früher das Trinkwasser lieferte.

Eine Steppe unter den Felsen
Im ganzen Mittelteil, etwa vom Jolital bis St. German, führt der Weg durch die Landschaft «Raron – Heidnischbiel» im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN): felsige, südexponierte Hänge, die zu den niederschlagsärmsten Regionen der Schweiz zählen, und eine Walliser Felsensteppe mit dem stark gefährdeten Französischen Bockshornklee (Trigonella monspeliaca), dem Walliser Beifuss (Artemisia vallesiaca) und dem vom Aussterben bedrohten Cavanilles' Grannenhafer (Trisetum cavanillesii).
Hier leben die gefährdete Aspisviper und, unter den Vögeln, die hier brüten, der seltene und gefährdete Wiedehopf; die Insekten sind Nahrung für Fledermäuse wie die Alpenfledermaus. Die Flanken der Bietschbachschlucht und die Senke der Rarnerchumma bestehen vor allem aus schwarzen Tonschiefern des unteren Doggers. 1965 erwähnte Lautenschlager rund um Ausserberg zudem Mauereidechsen, Smaragdeidechsen und die Gottesanbeterin.

Ausserberg, am Ende der Etappe
Ausserberg ist eine Streusiedlung am Nordhang des Rhonetals zwischen dem Baltschiederbach und dem Bietschhorn; ihr Zentrum heisst Trogdorf. Der Ort erscheint 1378 als «Leucrun» und hat viel alte Bausubstanz bewahrt. Seit 1913 hat Ausserberg einen Bahnhof an der Lötschberglinie.
Hier endet die Etappe 3. Die Etappe 4 des Walliser Sonnenwegs führt von Ausserberg weiter nach Brig. Für den Rückweg stehen weiter unten auf der Seite die nächsten Abfahrten.
Alle Wege zum Gipfel
2 Startpunkte bis Ausserberg. Wähle deinen: Die 3D zeigt ihn, und «Mein Tag» rechnet neu.
Wanderzeiten ohne Pausen. Die « geschätzten » Zeiten sind auf dem swisstopo-Profil berechnet, mit einem Modell, das auf die offiziellen Etappen von SchweizMobil abgestimmt ist; der kürzeste Weg kann von dem auf den gelben Wegweisern abweichen: Folge vor Ort der Signalisation. Steigung: die steilste auf 200 m Weg. Profile im gleichen Massstab (Länge und Höhe). Bahnhöfe und Parkplätze weniger als 500 m vom Start, laut OpenStreetMap.
In Bildern
Ein BLS RABe 528 auf dem Bietschtal-Viadukt
Bietschtal-Viadukt der BLS
Mit Seil gesicherter Weg an der Stägeru-Suone
Felstunnel bei der Bietschtalbrücke und Riedgarto
Picknicktische und Wegweiser bei Riedgarto
Wanderung auf der Lötschberg-Südrampe bei St. German
Wanderung auf der Lötschberg-Südrampe bei Ausserberg
Bahnhof Ausserberg
Blick auf das Dorf Gampel
Hohtenn VS
Die nächsten Tage
Lokalprognose von MeteoSchweiz, stündlich aktualisiert
Prognose von MeteoSchweiz wird gelesen…
Mein Tag
Wähle Tag und Startzeit: alles rechnet sich neu.
- Ankunft in Ausserberg
- 12:15 3 h 45 Wanderzeit ohne Pausen, Start um 08:30
Die Route, Kilometer für Kilometer
Die Orte stehen unter dem Kilometer, an dem du vorbeikommst. Über das Profil ziehen: Der Punkt bewegt sich auch in der 3D-Ansicht.
- unter 10 %
- 10 bis 20 %
- 20 bis 30 %
- über 30 %
- Brunnen oder Wasserstelle
- Toiletten
Rund um den Weg (250 m, OpenStreetMap, Auszug vom 25.10.2026): 8 Restaurants, 2 Cafés, 17 Brunnen und Wasserstellen, 1 Toilette. Geschätzte Durchgangszeit: offizielle Wanderzeit nach Aufwand verteilt (1 km flach entspricht 100 m Aufstieg), Startzeit unter «Mein Tag».
Hin und zurück
Rückfahrt mit dem ÖV ab Haltestelle Ausserberg, Dorf
Nächste Abfahrten ab Ausserberg, DorfOffizieller Fahrplan wird gelesen…
Mit dem Auto
Achtung, nur Hinweg: Die Rückfahrt mit dem öffentlichen Verkehr endet in Ausserberg, Dorf, nicht in Gampel. Plane die Rückkehr zum Auto mit dem öffentlichen Verkehr, oder park am Ziel und fahr mit dem Zug zum Start.
- Milimattu, Feuerwehrlokalim Freien · kostenpflichtig200 m vom Start
- Parkplatz Regionalschuleim Freien · kostenpflichtig · 40 Plätze400 m vom Start
- Parkplatz im Freien, Fabrikstrassekostenpflichtig40 m vom Start
- Parkplatz im Freien, Kellereigassekostenpflichtig150 m vom Start
Öffentliche Parkplätze weniger als 600 m vom Start, laut OpenStreetMap: Preise und Anzahl Plätze können sich geändert haben, achte vor Ort auf die Schilder.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Wanderung von Gampel bis zum Ziel (Ausserberg)?
3 h 45 Wanderzeit laut SchweizMobil in dieser Richtung, ohne Pausen. In der Gegenrichtung: 3 h 20.
Ist die Wanderung schwierig?
SchweizMobil stuft diese Etappe so ein: Kondition mittel, Technik leicht. Es sind 620 m Aufstieg auf 12.0 km.
Kann man mit dem ÖV zurückfahren?
Ja. Die Haltestelle Ausserberg, Dorf liegt am Ziel. Die nächsten Abfahrten siehst du live unter «Hin und zurück».
Wo kann man unterwegs einkehren?
10 Restaurants, Cafés und Hütten liegen weniger als 250 m vom Weg entfernt, darunter Mineur, Stocker's Steak House, Steakhous Stocker. Wo sie liegen und wann sie offen sind: unter dem Profil.
Gibt es unterwegs Wasser und Toiletten?
17 Brunnen und Wasserstellen und 1 Toilette liegen weniger als 250 m vom Weg entfernt (Stand 25.10.2026).
Kann man den Track herunterladen?
Ja, als GPX für Uhr oder Karten-App: Schaltfläche «Track herunterladen» oben auf der Seite.
Weitere Wanderungen im Umkreis von 10 km
Offizielle SchweizMobil-Etappen, die weniger als 10 km von dieser Route verlaufen. Jede Karte zeigt, ob ihre Seite schon online ist.
- Leukerbad → Gampel7 h 25Walliser Sonnenweg, Etappe 224.0kmDistanz1’000mAufstieg1’700mAbstiegTechnik leichtKondition schwer. Seite folgt
- Ausserberg → Brig5 h 00Walliser Sonnenweg, Etappe 417.0kmDistanz540mAufstieg880mAbstiegTechnik leichtKondition mittel. Seite folgt
- Birgisch → Eggen3 h 45Walliser Steppen- und Föhrenweg11.0kmDistanz640mAufstieg680mAbstiegTechnik mittelKondition mittel. Seite folgt
- Brandalp → Eischoll3 h 00Suonenweg Brandalp–Eischoll10.0kmDistanz320mAufstieg700mAbstiegTechnik mittelKondition mittel. Seite folgt
- Bitsch → Lalden2 h 25Rotten-Weg Bitsch–Lalden10.0kmDistanz20mAufstieg60mAbstiegTechnik mittelKondition schwer. Seite folgt
- Moosalp, Chalte Brunne, Rundweg1 h 55Moosalp Panoramaweg6.0kmDistanz280mAufstieg280mAbstiegTechnik leichtKondition leicht. Seite folgt
