Mehrtageswanderungen: die grossen Routen der Schweiz
SchweizMobil signalisiert grosse Routen, aufgeteilt in Etappen, je nach Weg 3 bis 43. Hier sind jene, die durch die Regionen von Bivio führen, wo du unterwegs schläfst und was SAC und Schweizer Wanderwege zum Biwakieren sagen.
Vom Weinstädtchen Aigle hinauf auf die Hochebene von Leysin, den alten Kurort der Sonnenkur, in einem einzigen Aufstieg, und mit der Zahnradbahn wieder hinunter.
Geschlafen wird meist im Matratzenlager, gegessen wird gemeinsam an grossen Tischen. Ob Mitglied oder nicht, alle sind willkommen.
Bewartungszeiten
Rund 120 Hütten sind im Sommer bewartet, etwa von Mitte Juni bis Mitte Oktober. Die Daten sind von Hütte zu Hütte verschieden und können sich am Anfang und am Ende der Saison je nach Wetter verschieben: Schau auf der Website jeder Hütte nach.
Reservieren
Reserviere, vor allem in der Hochsaison und am Wochenende: per Telefon, E-Mail oder online. Ändern sich deine Pläne, melde dich ab: Innerhalb der Frist ist das gratis, aber die Hütte darf ein unangemeldetes Fernbleiben verrechnen.
Mitnehmen
Viele Hütten nehmen Karten, aber nimm genug Bargeld mit. Der SAC bittet dich, einen Hüttenschlafsack und eine Stirnlampe mitzunehmen und deinen Abfall wieder ins Tal zu tragen.
Die Schweizer Wanderwege führen auch Wanderhotels und Jugendherbergen auf.
Biwakieren in der Schweiz: was SAC und Schweizer Wanderwege sagen
Es gibt keine einheitliche Regel für die ganze Schweiz.Grundsätzlich sind Wald und Weide für alle zugänglich, aber ein Kanton oder eine Gemeinde kann Einschränkungen festlegen. Viele Gemeinden haben eigene Regeln: Frag bei ihnen nach.
Freies Campieren ist verboten im Schweizerischen Nationalpark, in den eidgenössischen Jagdbanngebieten, in vielen Naturschutzgebieten und in Wildruhezonen während der Schutzzeit.
Oberhalb der Waldgrenze ist eine einzelne Übernachtung mit wenigen Personen in der Regel unproblematisch, sofern keine andere Regel gilt und du rücksichtsvoll bist.Für mehrere Nächte raten die Schweizer Wanderwege, vorher die Gemeinde zu kontaktieren. Ein Notbiwak ist grundsätzlich erlaubt.
Übernachte nicht zu nahe bei einer bewarteten Hütte.Willst du trotzdem in der Nähe bleiben, frag das Hüttenteam und biete an, die Toiletten zu bezahlen oder in der Hütte etwas zu konsumieren.
Biwakieren, ohne Spuren zu hinterlassen
Nutze eine bestehende Feuerstelle und halte dich an Feuerverbote.
Bleib fürs WC mindestens 50 m von Gewässern entfernt, grab ein etwa 15 cm tiefes Loch und deck es wieder zu. Nimm dein Papier mit, verbrenn es nicht.
Nimm allen Abfall und alle Essensreste wieder mit.
Meide Feuchtgebiete und Auen und halte Abstand zu Bächen: Das Wasser kann plötzlich steigen.
Sei in der Dämmerung leise und im Frühling zurückhaltend, wenn Vögel am Boden brüten.
Prüfe Wetter und Naturgefahren des Orts (Steinschlag, Lawinen, Hochwasser, Gewitter), bevor du deinen Platz wählst.
Häufige Fragen
Darf man in der Schweiz biwakieren?
Das hängt vom Ort ab. Oberhalb der Waldgrenze ist eine einzelne Nacht mit wenigen Personen in der Regel unproblematisch, sofern Gemeinde oder Kanton nichts anderes vorschreiben.
Wo ist wildes Campieren verboten?
Im Schweizerischen Nationalpark, in eidgenössischen Jagdbanngebieten, in vielen Naturschutzgebieten und in Wildruhezonen während der Schutzzeit. Gemeinden können eigene Regeln ergänzen.
Muss ich eine SAC-Hütte reservieren?
Der SAC empfiehlt es dringend, vor allem in der Hochsaison und am Wochenende. Melde dich ab, wenn sich deine Pläne ändern.
Was kostet eine Nacht in einer SAC-Hütte?
Laut SAC 25 bis 50 Franken pro Nacht für Erwachsene und 70 bis 100 Franken für Halbpension.
Wie viele Etappen hat die Via Alpina?
20 Etappen, von Vaduz (Gaflei, Liechtenstein) nach Montreux, laut SchweizMobil.
BobDein Wanderguide. Wanderungen, Natur und Schweizer Berge.
Bob stützt sich auf die Daten der Seite (SchweizMobil, MeteoSchweiz, offizieller Fahrplan) und kann sich irren. Vor Ort gilt die Signalisation. Notfall: 1414 (Rega) oder 112.